Manfred Todtenhausen

Um Arbeitsplätze bei Bayer kämpfen

Manfred Todtenhausen (links) mit Dr. Mike Matthäus (Leiter Chemiepark Management) bei einem Besuch im Elberfelder Bayer-Werk am 28. August 2018.

Die Bayer AG hat angekündigt, in Folge einer Restrukturierung weltweit rund 12.000 Arbeitsplätze bis Ende 2021 abzubauen. Ein Großteil davon wird die Standorte in Deutschland betreffen, darunter rund 350 im Zusammenhang mit der Verlegung des Faktor-VIII-Betriebs von Wuppertal in die USA.

Dazu der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete und FDP-Wirtschaftspolitiker Manfred Todtenhausen:

"Dass der Wettbewerb mit der Einführung neuer Produkte im Bereich Hämophilie deutlich gestiegen ist, ist an sich nicht überraschend. Überraschend ist aber schon, dass eine nagelneue Produktion aus Wuppertal-Elberfeld in die USA verlegt werden soll, was hohe Abschreibungen verursacht. Zudem ist noch nicht klar, welche Auswirkungen die Pläne für das Forschungszentrum Aprath haben.

Sollten andere Gründe als nur gestiegener Wettbewerb eine Rolle spielen, so ist in Ruhe zu analysieren, was vor Ort machbar ist, um Bayer von seiner Planung abzubringen. Die nächsten Jahre müssen wir gemeinsam mit Bayer nutzen, damit sowohl der traditionsreiche Produktionsstandort Elberfeld, als auch das Forschungszentrum Aprath als wichtige Arbeitgeber für Wuppertal gestärkt werden. Hier ist auch die Bundespolitik gefragt, um die Standortattraktivität Deutschlands wieder zu stärken. Es darf nicht passieren, dass durch Überregulierung gerade innovative Unternehmen Deutschland eher verlassen, als dass sie hier investieren. Mit der NRW-Landesregierung stehen kompetente Gesprächspartner zur Verfügung, um in der Wissenschaftsregion Nordrhein-Westfalen für gute Standortbedingungen zu sorgen.“